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Autographen


1 Carossa, Hans, Eigenhänd. Brief mit Unterschrift u. eigenhändiges Gedichtmanuskript (16 Zeilen). Seestetten, 14.IX.1907. 8°. 4 Seiten. <Bestellnr. 63990H> Abbildung
* An Anna Ludovika Klotz, "die in München in wohlhabendne Verhältnissen lebte und sich für Kunst und Literatur interessierte" (Kampmann-Carossa, S. 111). - "...Kaum hatte mich Ihr roter Bote verlassen, als ich Nachricht von Erkrankung meiner Schwester erhielt, - so bin ich nun hier, wenigstens für einige Tage. Die neue Weste ist so schön, daß sie mir beinah zum Anziehen leid tut, - ich kann Ihnen nur wieder herzlich danken für so viel unverdiente Güte (...) Ich habe im Allgemeinen einen viel besseren Humor als Sie glauben, nachdem Sie mich nun einige Male in etwas deprimierter Stimmung angetroffen haben. Auch meide ich die Menschen keineswegs, ich suche sie eher auf. Daß ich gegenwärtig in einer Übergangszeit lebe, die von äußeren Lebensverhältnissen beeinträchtigt ist, und daß ich vieles in mir durchkämpfen muß, und daß mich all dies nicht gerade sehr 'genießbar' macht, geb ich Ihnen zu. Nun, Sie werden ja hören, wie sich mein Schicksal gestaltet, wenn die Zeit sich erfüllt. Ich schick Ihnen heut ein kleines Gedicht, das Hofmannsthal sehr liebt und das im Lauf des Jahrhunderts auch noch im 'Morgen' erscheinen soll. Es ist ganz einfach und hat einen innigen Zusammenhang mit meinem Leben (...) Glauben Sie nicht auch, daß das Leben auch in den verworrensten Zeiten schön und groß ist, wenn wir innerlich frei genug sind um es von einem hohen Standpunkt aus zu überblicken..." - Das wohl bereits im Frühjahr 1906 entstandene, stark autobiographisch gefärbte Gedicht steht quer auf Seite 2 unseres Briefes und weist einige kleinere Abweichungen gegenüber der späteren Druckfassung auf. Abgedruckt u.a. in: Sämtliche Werke, Bd. I, Seite 10. - Mit der "Übergangszeit" spielt Carossa wohl darauf an, daß er zwar bereits in Fürstenfeldbruck praktiziert, doch über Jahre hinweg immer wieder die Arztpraxis seines Vaters Karl Carossa in Passau übernommen hat. Sein Vater ist 1906 gestorben. Ende 1906 wurde sein Sohn Hans Wilhelm geboren, erst im November 1907 hat Carossa seine erste Frau Valerie geheiratet. - So frühe Autographen Carossas sind sehr selten.
€ 800,-
verkauft

2 Carossa, Hans, Führung und Geleit. Ein Lebensgedenkbuch. Leipzig, Insel 1933. 190, (2) S., OLwd. mit goldgepr. Rsch. (Rücken etw. verblaßt). Gutes Exemplar. EA WG² 12. Sarkowski 283. <Bestellnr. 63852H>
* Vortitelbl. mit eigenhänd. sechszeil. Zitat u. dreizeil. Grußwidmung (datiert "21. 1. 1935 in Rom") nebst Signatur von Hans Carossa.
€ 150,-
verkauft

3 Carossa, Hans, Reise zu den elf Scharfrichtern. Frankfurt, Insel 1953. 44, (4) S., OPp. mit Japanfurnierüberzug (der sehr empfindliche Rücken mit leichten Gbrsp.). Sonst tadellos. EA WG² 34. Sarkowski 288. Spindler 40.6. <Bestellnr. 40983H>
* 6. Druck der Trajanuspresse. Eins von 250 Exemplaren, hier eines der "über die Auflage gedruckten Besprechungsexemplare", in diesem Fall eines von Carossas eigenen Belegstücken, das er mit einer eigenhändigen Widmung (6 Zeilen einschl. Signatur u. Datum) versehen und verschenkt hat. Das Bändchen wurde aus der Korpus Diotima von Hand gesetzt und anläßlich des 75. Geburtstages von Carossa auf Bütten gedruckt.
€ 225,-
verkauft

4 Carossa, Hans, Unser Prometheus. Aus der Geschichte einer Jugend. Sonderdruck aus: Corona 6/1940. (20 S.), OBüttenbrosch. (stw. verblaßt). <Bestellnr. 63917H>
* Mit eigenhänd. Widmung des Autors: "Erinnerung an die Zeit der Jahrhundertwende. Mit herzlichem Gruß H.C."
€ 75,-

5 Carossa, Hans, Verwandlungen einer Jugend. (Fortsetzung von "Eine Kindheit"). Leipzig, Insel 1928. Kl.-8°. 258, (2) S., OLwd. mit Ldrrsch. (Rücken gering nachgedunkelt). Gutes Exemplar. EA WG² 8. Sarkowski 292. <Bestellnr. 11848H>
* Vorsatz mit einem fünfzeil. eigenhänd. Zitat, Datum u. Signatur von Carossa.
€ 150,-
verkauft
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