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Kleiner Nachtrag


904 Mann, Thomas, Tristan. Mit elf Illustrationen von Hans Gruber. Zürich, Käser Presse 1966. 25 x 35,5 cm. (38 S.), ill. OBrosch. Minimale Knickspur, sonst tadellos. Potempa E.13.14. <Bestellnr. 58563H>

* Eins von 860 Exemplaren.
€ 40,-

905 Mann, Thomas, Versuch über Tschechow. Einführung (S. 5 - 30) in: Anton Tschechow, Das Duell und andere Erzählungen. Frankfurt, Büchergilde Gutenberg 1958. 443, (5) S., OLwd. (etw. verblaßt). Bleistiftanstr. Dieser Abdruck nicht bei Potempa. <Bestellnr. 58562H>

€ 24,-

906 Mann, Thomas (Einleitung - Erstdruck, S. 7 - 26) - Theodor Storm, Sämtliche Werke. Zwei Bände. Berlin, Knaur (1930). 907 u. 910, (2) S., OLwdbde. (Rücken gering verblaßt, winzige Läsuren). Einige Namensstempel, Papierunterkanten in Bd. I etw. wasserrandig. Wohlerhalten. Potempa G.462.2. <Bestellnr. 26909H>

€ 25,-

907 Mann, Th. - Gottselig, H., Portrait-Radierung Thomas Mann. Um 1920. Plattengr. 17,7 x 24 cm, Blattgr. 27,7 x 43,5 cm. Auf Japanpapier. Minimale Knickspuren, sehr schönes u. frisches Exemplar. <Bestellnr. 58561H> Abbildung

* Unten links von Thomas Mann mit Kopierstift signiert, unten rechts mit Bleistift-Signatur des Künstlers. - Der einzige bekannte Abzug dieser frühen Portrait-Radierung. Der Künstler nicht bei Thieme-Becker/Vollmer, doch ein kurzer Hinweis bei Dressler 1921, Bd. II, Seite 186. - Verblüffend die Ähnlichkeit dieses Blattes zu der Portraitradierung von Max Liebermann von 1925. Im Gegensatz zu Gottselig stellt Liebermann Thomas Mann im Halbprofil von links dar und deutet Kragen, Schleife und Hemd an, ansonsten ist das Blatt äußerst ähnlich, was Perspektive, Strich und Schraffierungen betrifft - und meiner Meinung nach auch die künstlerische Qualität.
€ 1750,-

908 Mann, Th. - Hesse, Hermann, Maschinenschr. Brief (Durchschlag) an Thomas Mann mit eigenhänd. Zusatz u. Unterschrift "H.H." (Montagnola), Anfang März 1948. 4°. Eine Seite (31 Zeilen). Gefalzt. <Bestellnr. 58564H>

* Mit dem eigenhänd. Zusatz Hermann Hesses am Briefkopf: "Copie eines Briefes (Streng vertraulich, darf nicht abgeschrieben oder ausgeliehen werden. H.H.)" - Der berühmte Brief Hesses über Thomas Manns "Doktor Faustus" (Briefwechsel Hesse-Mann, Nr. 87, S. 148 - 149): "...Ihr Geschenk ist gekommen, das schöne Exemplar des Faustus (...) Inzwischen herrscht trotz der heftigen politischen Ablenkungen bei jedermann größtes Interesse für Ihr Buch, doch ist mir etwas besonders Kluges und Richtiges darüber eigentlich nicht begegnet, das beste war die (bloß musikalische) Besprechung von Schuh. Es ist ja auch diesem höllischen und entzückenden Buch mit den gewohnten Kategorien nicht beizukommen, es übersteigt sie nach beiden Seiten, nach oben und unten, ins Sublime hinauf und ins Fratzenhafte hinunter, seiner sublimen Esoterik entspricht eine Exoterik, eine Einkleidung, die mit beinah allen Mitteln arbeitet, auch mit solchen, die kleineren Leuten verboten sind. Ich wüßte das nicht auf eine Formel zu bringen und bin froh, daß ich das nicht muß, aber grade diese Diskrepanzen, Spannungen und Teufeleien machen mir das Hauptvergnügen dabei, der Leverkühnsche Mikrokosmos erinnert mich oft sehr an die Gestalten der indischen Mythologie, zu denen Goethe noch kein Verhältnis fand, und bei denen ich, grade weil sie das Sublimste umkleiden was Menschen je gedacht haben, grade das Wilde, Geile, Fratzenhafte und Hypertrophische bewundere und bestaune. Ihr 'Faustus' regt Deutschland sehr auf, und wird und kann ja nirgends so wie dort verstanden werden..." - Hesse hat von seinem Brief offenbar einen oder mehrere Durchschläge angefertigt und diese Kopie an einen Freund geschickt.
€ 640,-

909 Herz, Ida - Kröll, Friedhelm, Die Archivarin des Zauberers. Ida Herz und Thomas Mann. Cadolzburg, Ars vivendi 2001. 240 S. mit Abb., OKart. EA. <Bestellnr. 58560H>

* "Zu Tische leider die Herz" - unter diesem Titel habe ich just eine Stunde vor Fertigstellung der Druckvorlagen für diesen Katalog eine umfangreiche Rezension in der "Süddeutschen" entdeckt. Nachdem in diesem Katalog zum ersten (und aller Wahrscheinlichkeit nach auch zum letzten) Mal Bücher aus dem Nachlaß von Ida Herz angeboten werden, darf ich Ihnen diesen Titel nicht vorenthalten. Die Rezensentin Antje Weber lobt dieses Buch sehr: "In einer profunden, psychoanalytisch und soziologisch inspirierten Analyse dröselt Friedhelm Kröll nun die Fäden dieses komplizierten Beziehungsgeflechts behutsam auf. Kröll hat seine Studie (...) akribisch recherchiert, und er ergänzt, ja widerlegt zum Teil die in der Thomas Mann-Forschung bisher recht eindimensionale Wahrnehmung der Funktion von Ida Herz..."
€ 13,-
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