Gumbel, Vier Jahre politischer Mord

Gumbel, Vier Jahre politischer Mord

Gumbel, E(mil) J(ulius), Vier Jahre politischer Mord. Fünfte (stark vermehrte) Auflage von „Zwei Jahre Mord“. Berlin, Verlag der Neuen Gesellschaft 1922. Gr.-8°. 149, (3) S., OBrosch. (stellenw. nachgedunkelt, Ecken teils mit Läsuren / 1 kl. Eckfehlstelle, Umschlag u. die ersten 15 Bl. an einer Ecke mit Knickspuren). Papier wie immer materialbed. nachgedunkelt. Insges. noch wohlerhaltenes Exemplar.

* Aus dem Nachlass des kommunistischen Politikers und Widerstandskämpfers Karl Baier (1887-1973). – Gumbel zählte zwischen 1918 und 1922 insgesamt 376 politische Morde. Rund 354 Taten kamen von der rechten und nur 22 von der linken Seite. Linke Täter wurden oft sehr hart bestraft (bis hin zum Todesurteil), während rechte Täter meist glimpflich davonkamen. Der Statistiker Gumbel benennt Morde bis zum März 1919, von der Ermordnung Eisners bis zum Sturt der bayer. Räterepublik, die Ermordungen beim Kapp-Putsch, individuelle Morde u. nicht aufgenommene Tötungen. Dazu umfassend zur Soziologie der politischen Morde. – „Schlimmer waren die politischen Morde. Es wurden, systematisch alle irgend erreichbaren Führer der Opposition hingemordet (…) Die deutsche Justiz hat vor diesen Mordtaten versagt. Das aktenmäßige Material Gumbels versetzt uns in die Lage, klipp und klar festzustellen: Wie da – in den Jahren 1919 bis 1921 – politische Morde von deutschen Richtern beurteilt worden sind, das hat mit Justiz überhaupt nichts zu tun…“ (Kurt Tucholsky)

Unser Preis: EUR 80,-- 

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